Mein Vater: ein wunderbarer Begleiter meiner Kindheit.      

Meine Mutter: eine viel zu kurze Zeit mit einer lebensfrohen Persönlichkeit.

Vieles, das ich in meinem Beruf täglich brauche, vieles, das bei der Gestaltung meines Lebens hilfreich ist, habe ich meinen Eltern und unserer Familie zu verdanken....

 

.....einem Vater, wie ich ihn mir nicht hätte anders wünschen wollen. Ein aufmerksamer, fast immer gutgelaunter, herzlicher, weltoffener Begleiter meiner Kindheit und Jugend. Der mich von Kleinauf mit seiner Umgänglichkeit, seiner Menschenfreundlichkeit, seinem Charme, aber auch seiner Konsequenz und Unbeugsamkeit geprägt hat.

 

Von dem ich gelernt habe, das Leben so zu gestalten, dass es Freude macht. Dass "alles gut" ist, und wenn nicht, alles zu tun, damit's morgen besser wird. Und, wenn wir uns am Leben freuen und uns noch IN DEN SPIEGEL SCHAUEN wollen: dass es uns nicht kalt lassen darf, wenn rund um uns Menschen leben, die ein weit weniger glückliches Leben führen als wir selbst.

....einer "Mamá" (wie wir sie genannt haben), mit der ich nur wenige Jahre zusammen sein konnte. Nur die ersten Jahre meines Lebens war sie - mehr gefühlte und erzählte als bewusste Erinnerung - mit  ihrer Herzlichkeit, ihrer Liebenswürdigkeit, ihrem Mut, ihrer Zuversicht, ihrer Beredsamkeit um mich. Auch wenn diese Zeit sehr kurz war - meine Lebensfreude habe ich zuerst ihr zu verdanken. So wie später, nach ihrem frühen Tod, meinem Vater, meinen Grossmüttern, Tanten und Onkeln, die mich mit ihrer Wärme, ihrem Frohsinn und ihrer Grosszügigkeit durch meine Kindheit begleitet haben.

Das lebensfrohe Naturell meiner Eltern, ihre vielseitigen Begabungen und ihre Fähigkeit, auch unter feindlichsten Umständen launig, umgänglich, friedfertig, und dennoch unbeugsam zu bleiben - eine Ermunterung für mich (und viele, die sie gekannt haben), es ihnen gleichzutun.

 

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Meine Stiefmutter: späte Freundschaft 

Meine Stiefmutter hat mich durch die spätere Kindheit begleitet. Für uns beide war es ein distanziertes mehr Nebeneinander als Miteinander. Erst nach dem Tod meines Vaters kamen wir einander sehr viel näher - in den acht Jahre, in welchen sie pflegebedürftig war, nicht mehr mobil, aber hellwach, aufmerksam, gesprächig. Und in welchen ich sie gemeinsam mit zwei grossartigen Pflegerinnen betreut habe. Für mich die zuversichtlich stimmende Erfahrung, dass auch nach Jahrzehnten Befremden und Entfremden Menschen zueinander finden können.

 

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